de Flinthörners
 

 

Endlich zu Hause - "Home from the Sea"

24. April 2013

Stehende Ovationen und lang anhaltenden Applaus gab es im Rahmen der Premiere des Langeooger Shantychores de Flinthörners am Montag für einen Shantyman, der diesmal selbst gar nicht im Mittelpunkt gestanden hatte. 

Bürgermeister Uwe Garrels hatte die große Bedeutung von Els Sanders für den Chor seit der Gründung gewürdigt und damit offenbar dem Publikum aus dem Herzen gesprochen. Quasi für sein Lebenswerk überreichte er ihm die "Goldene Puppa". "Wien hat seine Sängerknaben, Berlin hat eine Philharmonie, Hamburg hat keine, Langeoog hat einen Shantychor. Das passt zusammen, weil es zusammen gehört." hatte er zudem festgestellt.

Der Chor hatte an diesem Abend zuvor eine fulminante Premiere hingelegt und konnte sich dabei über ein begeistert mitgehendes Premierenpublikum freuen.

Endlich wieder zu Hause - "Home from the Sea"! Für die Crew des Langeooger Shantychors de Flinthörners ist die Bühne im Haus der Insel die Heimat, auf die sich die Shantymen um Chorleiterin "Puppa" Peters den Winter über auf See - im Probenraum - sichtlich gefreut hatten. Passend zeigte das Bühnenbild die Barkhausenstraße mit Blick auf Fokko Gerdes, hier findet das Programm 2013 statt. Von Lampenfieber gab es bei der Premiere 2013 keine Spur, der Spaß an der Musik und die Freude, echte Shantys lebendig zu halten war von Beginn an deutlich zu spüren.

Mit einem traditionellen Seemannslied-Potpourri startete die Crew den Abend so, wie man ihn von einem normalen Shantychor erwartet, doch dass die Langeooger Crew der Bark Hoffnung anders ist, machte sie in der Folge wieder schnell deutlich. In "Home Boys Home" berichtete Moderator Gerrit Agena von der Liebe eines Seemanns zu einer jungen Frau und den weitreichenden Folgen, Ralf Preuß sang von der legendären "North-West-Passage", die den Atlantik mit dem Pazifik verbindet und Harro Schreiber sang mit "Santy Ano" die Originalfassung eines Titels, der auch in den Charts zuletzt Shantys hoffähig machte. Ein neues Lied hatte auch "Tänzer" Siggi Maurischat mitgebracht: Er ging mit der "Rosabella" auf große Fahrt.

Dass Notlagen auf See ganz unterschiedlich ausgehen können, machten Willy Bollenberg und Torsten Meyer deutlich: Während das "Lifeboat Mona" kenterte und kein Seemann überlebte, waren die Retter im Titelsong des Abends und der neuen CD - "Home from the Sea" ungleich erfolgreicher und brachten die Schiffbrüchigen sicher in den heimischen Hafen. Dazwischen berichtete Klaus Kremer in "Bully in the Alley" von der unerwiderten Liebe eines Seemanns zu seiner Sally.

Gemeinsam mit Harro Schreiber sang Peer Agena vom tränenreichen Abschied von seiner Maimuna, bevor es dann zum Abschluss Tränen vor Lachen gab: Willy Bollenberg trank und sang sich in "Nüchtern und Schüchtern" eine Thekenbekanntschaft schön, die aufreizend gespielt wurde von Torsten Meyer.

Eine Neuerung hatte es schon vor dem ersten Ton aus dem Akkordeon von Chorleiterin Puppa Peters gegeben, ein farbig gedrucktes Programm führt die Zuschauer in diesem Jahr durch die Konzerte und stellt die Solisten vor.

Nach der Pause läutete die Langeooger Washhouse Company mit ihrem "Pirates Gospel" ie zweite Hälfte des Programms ein, in der ein neuer Solist seine erfolgreiche Feuertaufe erlebte: Andreas Schüler griff erstmals zum Mikrofon, sang von einem "New York Girl", die mit ihrer Frage "Can't you dance the Polka" einen Seemann um den Finger wickelte, der dann Bekanntschaft mit ihrem Mann machte. Dazu gab es ein Comeback für das beliebte "Five o'clock in the Morning" mit Ralf Preuß und viele weitere Klassiker.

Viel zu schnell ging der Auftakt des Konzertjahres zu Ende, die Flinthörners hätten trotz bereits vorgerückter Stunde gerne noch weiter gesungen, doch mit Torsten Meyers Frage "Was wollen wir trinken?" waren die Weichen für die anschließende Premierenfeier gestellt.

Vor dem Abschiedslied überreichte der erste Vorsitzende des Chores Raimund Buss, der zu Beginn des Abends auch das Publikum mit zahlreichen Ehrengästen begrüßt hatte, einen Scheck über 600 Euro an Jördis Recker, die Vorsitzende des Fördervereins der Inselschule verbunden mit der Hoffnung auf eine gute musikalische Förderung der Kinder der Schule.

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