de Flinthörners
 

 

Haul away! - Saisonstart mit stehenden Ovationen

"Haul away - Haul away!" Mit einem Einzug durch den Saal mit dem Shouter "Cape Cod Girls" und anschließend einer mitreißenden Premiere des neuen Programms feierte der Langeooger Shantychor De Flinthörners einen Start nach Maß in die neue Saison.

"Shantychorpremiere auf Langeoog ist ein Muss für viele von uns, weil es einfach gxxx ist, euch auf dieser Bühne zu sehen." begründete Bürgermeister Uwe Garrels sein Kommen und bat den Inselreporter das Wort "GUT" im Text zu verwenden, auch wenn er in seiner Begeisterung ein anderes Wort nutzte.

Verwunderte Gesichter gab es unter den Shantymen, als er ankündigte, dass im kommenden Jahr an gleicher Stelle Frauen die Ballade von der Seeräuberjenny singen werden, doch das sei dann wohl zum Glück nur ein Alptraum. Denn es kann nur eine Frau in der Crew der Bark Hoffnung geben: Chorleiterin Puppa Elisabeth Peters.

Zum Auftakt hatte der Vorsitzende Raimund Buss die Premierengäste herzlich willkommen geheißen und von einem harten Probenwinter mit Puppa berichtet. Er stellte dann den neuen Moderator der Flinthörners vor, denn Torsten Meyer hat in diesem Jahr die Aufgabe übernommen, durch das abwechslungsreiche Programm zu führen. Er löste die Aufgabe mit Bravur, doch das war nicht die einzige Premiere in der Premiere: Mit Michael Agena griff ein neuer Solist bei "Kneipe am Moor" zum Mikrofon und überzeugte ebenfalls auf Anhieb. Neu in der Crew war zudem Thomas Sieberns, der Ralph Weidanz am Mischpult vertrat und seine Sache bestens machte.

Das Programm 2018 ist besonders temporeich und hielt neben einigen neuen Shanties auch lange nicht gehörtes und zwei Überraschungen bereit. Nachdem die Flinthörners die Bühne geentert und das Publikum begrüßt hatten startete Siggi Maurischat mit dem Klassiker Windjammer-Song, später am Abend erzählte er dann noch die "Story of Mary", die nach Batavia fahren wollte...

Der Nordosten Kanadas spielt "ungeplant" im neuen Programm in mehreren Stücken eine Rolle. Herbert Grohmann begeisterte das Publikum mit dem ganz neuen Titel "Nova Scotia" über die gleichnamige Insel südlich von Neufundland. Torsten Meyer kündigte sich wenig später selbst an und sang mit "We'll rant and we roar" ebenfalls ein neues Lied im Repertoire. Später bewies er sein Sprachtalent und besang auf Spanisch "La Bella Lola".

Dann wurde es dramatisch, "Hoist the Colors" aus dem Film "Fluch der Karibik 3" stand auf dem Programm und Henker Willy Bollenberg legte neben Raimund Buss und Siggi Maurischat auch Ralf Preuß einen Strick um den Hals und der protestierte gemeinsam mit dem Chor musikalisch. Eine weiteren Auftritt hatte er später mit "Sailors Prayer". Vor der Pause hatte dann traditionell die Washhouse Company ihren Gastauftritt, in diesem Jahr berichtet sie von dem Schicksal eines "Whale Bone Cutters".

Nach der Pause nahm Klaus Kremer, der in der ersten Hälfte bereits "Liverpool Girls" gesungen hatte, das hohe Tempo sofort mit "Jack the Whaler" wieder auf, der vom Wal verschluckt auf ungewöhnliche Weise sein Schicksal selbst in die Hand nahm. Erstmals gab es in diesem Lied eine instrumentale Strophe, unter anderem mit Herbert Grohmann an der Mundharmonika. Peer Agena berichtete dann in einer wunderschönen Ballade vom Landarbeiter Sonny und seinem Traum. Zuvor hatte er den Klassiker "Holy Ground" gesungen.

Einen weiteren Höhepunkt gab es dann mit "Whores an Hounds". Gerrit Agena hatte dieses Stück mit den spannenden Tempiwechseln mit dem Chor vorbereitet. Vielen bekannt ist zudem "Roll the old chariot", übrigens das beliebteste Stück der Flinthörners Spotify-Hitliste.

Mit zwei besonderen Shanties ging das reguläre Programm dann zu Ende. Mit Herbert Grohmanns "Whiskey for my Jonny" und dem legendären "Dutchman" mit Willy Bollenberg, der zuvor auch die beliebten "Rising at the Moon" und "Lifeboat Mona" gesungen hatte, erinnerte der Chor an Els Sanders, der den Chor lange unter anderem mit diesen Liedern geprägt hatte und nun seinen verdienten Shantyruhestand genießt. Das Publikum tobte und bekam eine weitere Strophe vom Dutchman als Zugabe.

Nach den Worten des Bürgermeisters bedankte sich der Chor beim Publikum mit "Last Shanty" und ging dazu, wie es inzwischen guter Brauch ist, zu den Zuschauern in den Saal und wurde am Ende mit stehenden Ovationen für ein mitreißendes Konzert belohnt.

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