de Flinthörners
 

 

Männer sind die besseren Zicken

"Endlich wieder auf der Bühne!" Der Langeooger Shantychor de Flinthörners hat bei seiner Premiere am Montagabend keinen Zweifel daran gelassen, dass er sich nach intensiver Probenzeit im Winter auf das neue Programm und die beginnende Saison freut.

Alle Mitglieder des Chores um Leiterin Puppa Peters machten deutlich, dass ihnen die echten Shanties viel Spaß machen und so war die zähe Generalprobe, bei der der Chor nach Information des Vorsitzenden Raimund Buss noch "in allen Tonlagen gehustet hatte", schon nach wenigen Minuten vergessen.

Angefeuert von Ralf Preuß rettete sich die Crew zum Auftakt des Abends zum fetzigen "Pump Shanty" mit der leck geschlagenen Bark Hoffnung an den malerischen Langeooger Strand. Das neue stimmungsvolle Bühnenbild hatte Inselmaler Anselm im Januar gemeinsam mit Enkelin Carmen und Shantyman "Peule" gemalt und war dabei vom NDR beobachtet worden.

Raimund Buss begrüßte traditionell das Premierenpublikum mit vielen geladenen Gästen und überreichte einen Scheck zur Unterstützung des neuen Poppenspälerfestivals an Dr. Gabriele Hübener.

Der anschließende Auftritt der Flinthörns war temporeich, stimmungsvoll und mitreißend, nach dem "Pump Shanty" berichtete Siggi Maurischat in „Gin und Rum“ von den Seeleuten Jacky, Blacky und Macky, die durch die Liebe in verschiedenen Häfen zurück geblieben waren und Willy Bollenberg besang den Furcht einflößenden langen „Erie Canal“, auf dem die Besatzung stets Angst hat, der Gin könnte ausgehen, während ihr Schiff von Eseln gezogen wird. Was ihm "Im Hafen von Sewastopol" passierte, besang Peer Agena in einem weiteren Klassiker des Chores.

Doch es gab auch viele ganz neue Shanties, die im Winter erarbeitet wurden. Gerrit Agena sang a cappella den Shanty "Cheerly Man", Torsten Meyer erzählte musikalisch vom atemberaubend schönen "Yankee Clipper", Klaus Kremer in "Golden Vanity" von der traurigen Geschichte eines Schiffsjungen, der sein Schiff vor Feinden rettet und als Dank im Stich gelassen wird und Ralf Preuß in "Staten Island" von den Träumen der Passagiere auf dem Weg in die neue Welt.

Lange nicht gehörte Shanties wie "South Australia", "John Browns Daughter", "Maimuna", "Sailing Sailing" oder "Three Score and Ten" und Klassiker wie "Fiddlers Green" und "Reeperbahn" und das Gorch Fock Lied rundeten das Programm ab und begeisterten ebenso das Publikum.

Natürlich fehlte auch die Langeooger Washhouse Company nicht, die das Publikum mit "Up and Away" in die Pause schickte.

"Danke Jungs und Mädel - Es war wieder toll!" stellte Bürgermeister Uwe Garrels am Ende des Konzertes beeindruckt fest und fragte sich "Woher holt Puppa immer wieder die ganzen Shanties und Seasongs?". Die Chorleiterin bekam dafür von ihm einen Kuss und der Chor 30 frische Ostereier. "Männer sind die besseren Zicken!" verriet er noch aus dem Probenalltag und rief das Publikum auf "Lets give them a big hand!"

Als Zugabe gab es zunächst den unvermeidbaren "Last Shanty", und als anschließend nach kurzer Stille im Saal erneut ein Klatschmarsch die Crew auf die Bühne zurück holte, stimmten alle gemeinsam mit Ralf Preuß "unplugged" "Sams gone away" an und rundeten damit einen großen Premierenabend ab.

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