de Flinthörners
 

 

Premiere 2012

28. März 2012

"Wissen Sie, was diesen Chor so anders macht?" fragte Bürgermeister Uwe Garrels am Montagabend am Ende einer turbulenten Premiere des Langeooger Shantychors de Flinthörners.

"Es handelt sich um Lausbuben, um einen eigentlich anarchistischen Haufen, der sich seine Seele aus dem Leib singt und uns damit bewegt..."

Das Publikum im gut gefüllten großen Saal im Haus der Insel hatte zuvor nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Raimund Buss ein außergewöhnliches Konzert erlebt. Die Crew der Bark Hoffnung lag verschlafen an einem Strand in der Südsee und wurde von Moderator Gerrit Agena wach gerüttelt. "Reise Reise" lautete der Aufruf, den Shantyman Siggi Maurischat aufgriff, um die Mannschaft zu wecken. Seine berühmten Tanz-Einlagen wurden aus dem Publikum mit einem "Lets dance!" angefeuert.

Der Diesel der Bark Hoffnung stotterte in der ersten Hälfte noch ein wenig. Die kleinen Pannen sorgten jedoch für zusätzliche Unterhaltung beim begeistert mitgehenden Publikum, das beim "Drunken Sailor", einem Stamp & Go-Shanty, mit Solist Klaus Kremer auch Sangesqualitäten bewiesen hatte. In der zweiten Hälfte sollte die Maschine dann jedoch richtig rund laufen. Einen weiteren lange nicht gehörten Shanty sang Harro Schreiber, "Lowlands" ist ein Klagelied der Seeleute wegen zu schlechter Bezahlung.

Im Halyard-Shanty "Paddy lay back" rief Willy Bollenberg die Crew auf, das Ankerspill zu drehen und die Segel zu setzen, um endlich wieder in See zu stechen.

Das von Chorleiterin "Puppa" Peters zusammen gestellte Programm bot für jeden Geschmack etwas, von romatischen Seemannsliedern bis zu fetzigen Shantys, von gefühlvollen Balladen, wie Gerrit Agenas "Rose of Allendale" bis zum temporeichen Capstan-Shanty "Essequibo River" mit Winni Jendrilek.

Für Ralf Preuß sind wieder zwei Shouter im Programm, der Pump Shanty "Strike the Bell" und das mitreißende "Cape Cod Girls".

Die zweite Hälfte wurde eröffnet von der Washhouse Company, Torsten Meyer, der zuvor den Forebitter "Sloop John B." gesungen hatte, berichtete in "Vier Stunden vor Elbe 1" vom Traum eines Seemanns, endlich seine Liebste mit auf die Reise nehmen zu können. Zuvor hatte Els Sanders als alte keifende Kapitänsfrau der Brigg EMMA die Mannschaft kurz vor der Pause beim Pumpen noch mal zur Höchstleistung getrieben.

Gefühlvoll wurde es wieder, als Peer Agena an seine "Zuckerseute Deern" dachte, die er an einem fernen Strand zurück lassen musste. Er holte sich Shantyman Thomas Agena beim letzten Refrain ans Mikrofon, über dessen Besuch sich der Chor besonders gefreut hatte.

Viel zu schnell verging die Zeit, auf der Bühne war der Chor inzwischen richtig in Schwung, als der stimmungsvolle Abend sich dem vorläufigen Ende näherte. Bevor Ralf Preuß den traditionellen letzten Shanty "The last Shanty" anstimmte, sorgte Bürgermeister Uwe Garrels mit einer treffsicheren Analyse, was de Flinthörners ausmacht, für einen weiteren Höhepunkt des Abends:

"Ich habe 5 Seiten Text mitgebracht, Schriftgröße 10 und die beginnen mit MOIN!" - Der kurze Probenwinter und die Auftritte seien ein ungleicher Kampf, wenn die kleine Puppa gegen eine Horde großer Shantymen antrete, denn die Jungs haben keine Chance... Sie habe die Bande diszipliniert mit Musik. Das Publikum war begeistert und am Ende durfte Uwe Garrels Puppa sogar Blumen schenken....

Die ganze Rede von Uwe Garrels haben wir in unserem Logbuch aufgenommen...

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